27. Mai 2019

Die Deutsche Kreditwirtschaft zur Ankündigung des Finanzstabilitätsrates, einen antizyklischen Kapitalpuffer einzuführen

Die heutige Entscheidung des Finanzstabilitätsrates, den antizyklischen Kapitalpuffer binnen eines Jahres zu aktivieren, kommt zur Unzeit und stößt bei der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) auf Unverständnis. Ernsthafte Risiken für die Finanzstabilität sind derzeit nicht zu erkennen. Aufsichtliche Stresstests, die einen unerwartet starken Konjunktureinbruch im Zusammenspiel mit steigenden Kreditausfällen simulieren, haben die deutschen Banken und Sparkassen bestanden.

Die Kreditnachfrage entwickelt sich in Deutschland durchschnittlich und es gibt keine Anzeichen dafür, dass die Anforderungen an die Kreditvergabe aufgeweicht worden wären. Zudem haben die deutschen Kreditinstitute nach der Finanzkrise als Folge der schärferen Regulierung ihr Eigenkapital erhöht und sind deutlich stabiler als zuvor. 

Hinzu kommt die durchaus fragile konjunkturelle Lage, die auch die Deutsche Bundesbank in ihrem aktuellen Monatsbericht erst letzte Woche herausgestellt hatte. Die heutige Entscheidung steigert die Unsicherheit der Wirtschaft noch weiter – nicht zuletzt angesichts des Ausgangs der Europawahl, des Brexits sowie des eskalierenden Handelsstreits zwischen USA und China. Der ‚antizyklische Puffer‘ könnte somit konjunkturell sogar prozyklisch wirken.

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